Renato Borghetti Quarteto

Sonntag, 19. Mai 2013 ca. 15:00 Uhr

"Es gibt Musik die schreit danach, so laut wie möglich gespielt zu werden, bei offenen Fenstern und Türen,  sodass auch die Nachbarn einen Energieschub bekommen. ... Prozac? Lichttherapie? Alles nicht nötig: Borghetti und seine Musiker spielen die Winterdepression regelrecht zur Tür hinaus."
Parool, NL, 2011


Wer bei Brasilien nur an Samba und Bossa Nova denkt, beraubt sich eines Großteils des ungeheuren Kosmos an Klängen, den das Riesenland hervorbringt. In Europa wenig bekannt war bislang die Musik des tiefen Südens von Rio Grande do Sul, wo man sich stark nach Argentinien orientiert. Renato Borghetti, der dort seit den 1980ern zu den großen Stars gehört, ändert das schon seit geraumer Zeit: Der Gaucho stürmt mit Strohhut, langer Mähne und weiten Reiterhosen die Bühne, greift in die Tasten seines Akkordeons und zündet augenblicklich ein Feuerwerk mit Klangblitzen aus Milonga, Polka, Walzer, Chamamé und Fandango – all jenen Mischformen, die durch die Begegnung deutscher, böhmischer und italienischer Auswanderer mit den schwarzen Rhythmen Afrikas und den Traditionen der Indios entstanden. Die Seele der Pampa lässt er mit seinem Quartett dabei kongenial auf Jazz, Tango und Kammermusik treffen.

Besetzung:

  • Renato Borghetti - accordeon
  • Victor Peixato - piano
  • Daniel Sa - guitar
  • Pedro Figueredo - sonprano sax, flute
Renato Borghetti Quarteto
Renato Borghetti Quarteto